Die „Geburt"

Der Diamant ist nicht nur der härteste, sondern auch der älteste Edelstein. Er besteht aus chemisch reinem Kohlenstoff, der unter hoher Hitzeeinwirkung ( 2000°C) und enormen Druck (70.000 kg/cm²) kristallisierte. Der Entstehungsprozess begann vor etwa 3 Milliarden Jahren & fand im Erdinnern in einer Tiefe von 150 bis 200 km statt. Das diamanthaltige Gestein gelangte durch Vulkanausbrüche an die Erdoberfläche.
 

Die zwei Arten von Lagerstätten

In der Primärmine wird innerhalb des Vulkanschlots das diamanthaltige Muttergestein abgebaut. Die sekundären Lagerstätten liegen innerhalb von Flüssen und an Meeresufern. Über Jahrtausende hinweg hat Erosion die Vulkane abgetragen und die Diamanten über Flusswasser weitertransportiert.


Der eigentliche Vulkankrater wird bis in etwa 300m Tiefe im Übertagebau abgetragen. Bis zur Gesamttiefe von 1000m wird dann im Untertagebau über Schächte und Stollen das diamanthaltige Muttergestein (Kimberlit) aus der Erde gelöst und an der Erdoberfläche zerkleinert sowie sortiert.

Die einfachste Methode, die auch von unabhängigen Diamantschürfern, den „Diggern“ angewandt wird, ist das Auswaschen des Flussgerölls. Diamanthaltiges Gestein wurde aus dem eigentlichen Vulkanschlot durch Wasserläufe mitgerissen. Früher wurde per Hand, mit primitiven Pfannen ausgeschlämmt, heute wird mit aufwendigen Maschinen der Rohdiamant aus den Flüssen und Meeresufern herausgewaschen und abgetragen.

  • Der Anfang aller Entdeckungen war Zufall
  • Mit Beginn des 20. Jahrhunderts erschließen Minengesellschaften systematisch Diamant-Lagerstätten
  • In zwanzig Ländern werden heute Diamanten gefunden
  • Obwohl Geologen weiterhin bemüht sind, neue Vorkommen zu erschließen, entwickelt sich nur eine von zweihundert Lagerstätten in ein rentables Unternehmen
  • Es sind 200-250 Tonnen Fels, Gestein oder Sand die aufbereitet werden müssen, um einen Diamanten von 1 Karat zu finden
  • 80% aller gefundenen Diamanten erfüllen nicht den hohen Anspruch zu Schmucksteinen verarbeitet zu werden. Sie landen so in der Industrie, wo Sie auf Grund der außergewöhnlichen Härte für technische Einsätze ebenso begehrt sind.
  • Der ungeschliffene, rohe Diamantkristall sieht oft einem Kieselstein so ähnlich, dass Ihn die meisten Menschen auf Anhieb nicht unterscheiden können
  • Die Idealform des Kristalls ist der Oktaeder (Doppelpyramide mit 8 Dreiecksflächen)
  • Die eigentliche Form des Rohdiamanten entscheidet, wie und in welcher Schliffform der Diamant weiterverarbeitet werden kann
  • Vom Rohstein bis letztlich zum geschliffenen & polierten Diamanten verliert der Stein durchschnittlich 54% seines Gewichts

 

Erst die Kunst des Schleifens und Polierens bringt den Diamanten in seiner vollen Schönheit zur Geltung. Der perfekte Schliff ermöglicht die optimale Ausnutzung des Lichts und gibt ihm damit seine einzigartige Brillanz und sein Feuer. Um einen Diamanten zu bearbeiten ist -  aufgrund seiner einzigartigen Härte – wiederum nur Diamantstaub einsetzbar. Allein für das Durchsägen eines Rohsteins von 1 Karat benötigte man früher 4 bis 8 Stunden. Heute werden hierfür Laser eingesetzt. Der gesamte Verarbeitungsprozess kann Tage und Monate dauern. Der Schliff bestimmt den Weg des Lichts in einem Diamanten. Ziel ist es, eine möglichst hohe Lichtbrechung zu erreichen.

Brillanten

 

Der runde oder auch Brillant-Schliff gilt als die klassische und auch beliebteste Diamantform.
Wir bieten Ihnen Brillanten in allen Größen und Qualitäten, gerne auch exakt kalibriert nach Durchmesser oder Gewicht. Die Durchmesser variieren im Durchschnitt mit 0,05-  0,1 mm.

 

Wir haben uns bei den Qualitäten vorrangig auf die Farben D-G (Top Wesselton) und die Reinheit VS und SI spezialisiert.

Unsere Lieferzeit beträgt in der Regel 1-2 Werktage.

Fantasieschliffe

Zu den Fantasieschliffen zählen die vom Brillanten abgeleiteten Schliffformen Oval, Marquise, Tropfen, Herz.
Die Schliffe Radiant und der Princess-Schliff zählen zu den neueren Fantasieschliffen.
Zu den klassischen Treppenschliffen gehört der Smaragd und Baguette-Schliff.

  • Die symmetrische, länglich gerundete Form ist eine gerne gewählte Alternative zum klassischen runden Schliff
  • Ovale Diamanten sehen verglichen mit etwa runden Diamanten bei gleichem Karatgewicht größer aus. Außerdem ist diese Form besonders vorteilhaft für kurze Finger.
  • Auch bekannt als Navette, hat einen spitzen Basis- und Endpunkt
  • Bei der Wahl des Diamanten sollten sie bei der Navette Form besonders auf die Reinheit und die Farbe achten

 

  • Der „Pear-Cut“ gleicht einem glitzernden Tropfen. Diamanten im tropfenförmigen Schliff sind seit jeher eine beliebte Wahl für Verlobungsringe. Anders als der runde oder ovale Schliff sind sie asymmetrisch und daher etwas spezieller.
  • Der Farbton des Diamanten ist besonders am spitzen Ende sehr gut erkennbar. Daher sollte man bei der Auswahl auf einen Farbton am oberen Ende der Skala achten.

 

  • Eine eckige Diamantform, die durch zahlreiche Facetten hohe Brillanz erlangt
  • Anders als der Princess- Schliff gehört er zu den Stufen-Schliffen und glänzt daher im Vergleich mit weniger Facetten
  • Diamanten im Radiant-Schliff gibt es nicht nur in quadratischer, sondern auch in länglich rechteckiger Form

 

  • Es handelt sich um eine eckige Diamantform, die sich in Anordnung der Facetten vom Radiant-Schliff unterscheidet
  • Seine quadratische Form mit den typischen 57 oder 76 Facetten verleiht Diamanten in dieser Form ein atemberaubendes Funkeln. Ein toller Nebeneffekt: Die vielen Facetten dieses Schliffs kaschieren kleine Unreinheiten im Inneren des Diamanten.

 

  • Auf Englisch „Emerald-Cut“ genannt. Zählt zu einem der elegantesten Schliffe und gehört zu den Stufen-Schliffen. Im Gegensatz zum Brillantschliff hat er daher weniger, aber dafür größere Facetten.
  • Wegen seiner relativ großen Tafel (der oben liegenden, größten Facette) wird empfohlen, bei der Auswahl eines Diamanten in diesem Schliff auf besonders hohe Reinheit (z.B. VVS, VS1) zu achten.
  • Im Smaragd-Schliff geformte Diamanten wirken enorm edel & elegant und sind absolut zeitlos

 

  • Diamanten im Baguette-Schliff sind etwa zwei – bis dreimal so lang wie breit.
  • Von oben betrachtet entspricht ihre Form typischerweise einem exakten Rechteck.
  • Die wenigen, großen Facetten des Baguette-Schliffs lassen diese Diamanten weniger funkeln als zum Beispiel runde Diamanten.
  • Kaum eine andere Form wirkt jedoch so luxuriös und edel wie dieser Schliff.

Diamanten als Wertsicherung

Diamanten eignen sich als Wertsicherung, jedoch nicht oder nur sehr begrenzt als kurzfristige Vermehrung seines Vermögens. Die reine Wertsicherung erhält seit einigen Jahren immer mehr Aufmerksamkeit. Durch einen Kauf eines Anlagediamanten kann man sein Vermögen gut gegen die Inflation oder mögliche Krisen absichern. Sie sind in der Regel eine steuerneutrale Anlage und ziehen keine Kapitalertragsteuer an.

Am besten eignen sich lupenreine Brillanten in feinem Weiß und hochfeinem Weiß mit sehr guter Schliffausführung ab 0,50 ct bis 2 ct zur Wertsicherung. Umso größer die Brillanten sind , umso positiver ist auch die Wertentwicklung.  Der Wiederverkauf eines größeren Steins ist jedoch schwieriger.

Bei Fragen zu den Anlagediamanten beraten wir Sie gerne persönlich.

zertifizierte Diamanten

Wofür brauche ich ein Zertifikat beim Diamantkauf?

  • Die Aufgabe und das Ziel der Labore ist, Käufern eines zertifizierten Diamanten durch Ihr Bewertungsgutachten die Sicherheit zu geben, dass der Diamant auch tatsächlich die Qualität aufweist, für die Sie bezahlt haben
  • Der Diamant wird dabei von einem Team von Gemmologen bzw. Diamantgutachtern nach weltweit festgelegten Kriterien überprüft
     

Was muss beim Kauf eines zertifizierten Diamanten beachtet werden?

  • Ein Zertifikat ist eine unabhängige, neutrale und professionelle Bewertung eines Diamanten, welches die Qualität und somit auch den Wert des Diamanten ausweist und damit auch im Wiederverkaufsfall den Wert objektiv sicherstellt
  • Aus diesem Grund bieten wir nur Diamanten mit Zertifikaten von Zertifizierungsinstituten an, die höchste Anerkennung genießen
     

Diese sind:

  • GIA wurde 1931 gegründet und ist heutzutage das bekannteste und weltweit angesehenste Institut
  • Dieses Insitut erstellt präzise Gutachten und legt die Bewertungskriterien am strengsten aus
  • Diamanten mit einem GIA-Zertifikat haben daher die größte Wertbeständigkeit. Aus diesem Grund ist für den Kauf zu beachten, dass Diamanten, die mit dieser Organisation ausgezeichnet worden sind, meistens die höchsten Preise erzielen.
  • Diamanten mit Zertifikaten von HRD, sind vor allem in Europa weit verbreitet
  • Die Zertifikat von HRD, einem in Antwerpen ansässigen Zertifizierungsinstitut, sind sehr anerkannt, da sie genau und streng in der  Bewertung von Diamanten sind
  • Das Institut ist quasi das europäische Pendant zu GIA
  • Im Vergleich zu GIA bewertet HRD im oberen Bereich der Farbskala tendenziell etwas strenger und im unteren Bereich etwas weniger streng. HRD- Diamanten sind deshalb etwas günstiger.
  • Das Institut mit dem Hauptsitz in Anwerpen gehört zu den ältesten und größten Zertifzierungsstellen weltweit
  • IGI Zertifikaten darf man unterstellen, dass Sie Diamanten höher bewerten als GIA oder HRD – das bedeutet, dass Sie im Grenzfall eher die bessere Bewertung wählen
  • Aus diesem Grund kommt es dazu, dass IGI- Steine mitunter günstiger sind

 

Wie erkenne ich, ob der Diamant und das Zertifikat zusammengehören?

Die Diamanten haben eine Laser Inskription in der Rundiste des Diamanten. Dies ist nur unter 20-facher Vergrößerung mit einem geübten Auge sichtbar. Die Inskription ordnet dem Diamanten jedoch eindeutig das jeweilige Zertifikat zu.

Farbige Diamanten

Bei den weißen Diamanten sind vor allem die Farben D - G am meisten nachgefragt. Bei geringer Farbkonzentration durch den Einfluss der Natur haben Diamanten weniger Wert. Erst sobald wieder ein hoher prozentualer Anteil an Farbe beim Diamant vorhanden ist,  sind sie wieder beliebt und es kommt zum Wertanstieg. Dies ist bei der Farbskala für Diamanten der Fall, wenn die Farbe dünkler als die Farbe Z sind.

Die sogenannten Fancy Diamonds, bei denen die Farben im Diamant alle natürlichen Ursprungs sind, werden in unfassbar hohen Preisen gehandelt.
Vor allem für die pinkfarbenen Diamanten werden die höchsten Preise erzielt.  Das liegt daran, das pinke und blaue Diamanten sehr rar sind.
Auch von den rubinroten Diamanten sind nur über 10 Karat auf der Welt bekannt.

Bei unseren farbig behandelten Diamanten wird durch eine identische Nachahmung der natürlichen Bedingungen, die Farbe in den Diamant integriert. Die Technik, die man dafür verwendet nennt sich HPHT (High Pressure, High Temperature) also Hochdruck und Hochtemperatur. Das ist übrigens dieselbe Technik, die man auch für die Herstellung von künstlichen Diamanten verwendet.
Die farbigen Diamanten die in der Natur vorkommen entstehen nämlich durch folgenden Zusatz neben dem reinen Kohlenstoff:
 

  • Gelbe und braune Diamanten: Bei diesen Farben ist zusätzlich ein hoher Anteil an Stickstoff im Diamant vorhanden.
     
  • Blaue Diamanten: Bei blaufarbenen Diamanten ist zusätzlich ein hoher Anteil an Bor im Diamant vorhanden.
     
  • Schwarze Diamanten: Bei schwarzen Diamanten ist zusätzlich ein hoher Anteil an Graphit vorhanden.
     
  • Pinke Diamanten: Die Farbe entsteht durch eine plastische Deformation der Kohlenstoffatome.

 


 

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Besuchen Sie uns vom 24.-27. Februar 2023 an unserem Stand auf der INHORGENTA 2023 in München!